Presseberichte

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Forschen – von der Brille bis zur Turbowundheilung
Die Innovations-Partnerschaft CoHMed der Hochschule Furtwangen bietet Einblicke in Forschungsvorhaben

Seit 2017 forscht die Hochschule Furtwangen mit Partnerunternehmen innerhalb der Innovationspartnerschaft CoHMed – Connected Health in Medical Mountains – zu aktuellen Themen der Medizintechnik. Spannende Einsichten in die Forschungsvorhaben erhielt die Öffentlichkeit am 2. April im Innovations- und Forschungs-Centrum Tuttlingen. Mit Fachvorträgen über Mikroorganismen auf der Brille bis Turbowundheilung wurden dem Publikum beeindruckende Beispiele der laufenden Forschung präsentiert. Bei der Posterausstellung und der Präsentation der beteiligten Unternehmen entwickelten sich intensive Gespräche zwischen den Teilnehmenden.

Die Themen, an denen in Kooperationsprojekten geforscht wird, sind vielfältig, zeigte CoHMed-Managerin Dr. Sabine Seeliger auf. Von Intelligenten Instrumenten über hybride Materialen oder bioaktive Beschichtung, Prüfmethoden für 3D-Druck in der Medizintechnik bis zur Optimierung von Werkstoffen reichen die aktuellen Forschungsprojekte. Über vier beispielhafte Projekte berichteten am Forschungstag Professoren der Hochschule Furtwangen.

Was es zu beachten gilt, wenn man Titan-Bauteile bearbeiten möchte, war das Thema von Prof. Dr. Bahman Azarhoushang vom Kompetenzzentrum für spanende Fertigung. Ist eine Turbowundheilung überhaupt technisch machbar, fragte Prof. Dr. Knut Möller. Und zeigte auf, wie umfangreich die Fragestellungen sind, wenn es um die Behandlung von Wunden mittels Licht – hilft blaues Licht besser als rotes – Unterdruck oder elektrischer Stimulation ist. „Es gibt Belege, dass die Wundheilung damit positiv beeinflussbar ist, doch die optimale Dosis und Kombination ist noch nicht gefunden“, sagte Möller. Die Brille als ein besonderes Kulturgut – nämlich die Keime auf Sehhilfen und was man dagegen tun kann, stellte Prof. Dr. Markus Egert vor. Seine Forschungsgruppe hatte die Brillengestelle von Hochschulangehörigen und Altersheimbewohnern verglichen und war auf rund 500 verschiedene Arten von Keimen gestoßen. Das Gebiet Daten-Nutzung im OP und die Chancen für eine schonendere Chirurgie war ein weiteres Vortragsthema von Prof. Dr. Knut Möller. Fernziel ist eine individuelle Medizin. Als Problem stellt sich die Synchronisation zwischen unterschiedlichen Geräten dar.

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Rückblick Ideenforum
Als Ausgangspunkt für neue Kooperationen zwischen Hochschule und Firmen, aber auch zwischen Firmen untereinander fand am Campus Schwenningen im März 2018 das CoHMed-Ideenforum statt. Nach einem Impulsvortrag von Prof. Merryn Tawhai zu Kooperationsmodellen in der Medizintechnikforschung in Neuseeland stellten die Teilnehmer in kleinen Runden ihre Kompetenzen dar und diskutierten Ansätze für gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsvorhaben. Im anschließenden Resumée zeigte sich, dass die Ideen aus den Gruppen das Potential haben, von den Beteiligten zu neuen CoHMed-Forschungsprojekten weiterentwickelt zu werden. Aus diesen Ideen heraus entstand das Forschungsprojekt „VesselFix“ – zur Entwicklung eines minimalinvasiven chirurgischen Instrumentes für das Rekombinieren von Gefäßen von innen.

Presseberichte aus dem Schwarzwälder Bote

Schwarzwälder Bote Villingen-Schwenningen – Ideen für die Zukunft

Schwarzwälder Bote Furtwangen – Forschungsprojekte ermittelt